Freelancer-Plattformgebühren von 20–25 %: Wie wirken sie sich auf Ihre Entwicklungskosten aus? 4/4
20–25 % Provision auf Freelancer-Plattformen – welche Auswirkungen hat das auf Ihre Entwicklungskosten? — Teil 4: So nutzen Sie Plattformen klug
Dies ist der letzte Teil unserer vierteiligen Serie. Nachdem wir in den vorigen Beiträgen die Provisionsstruktur und die damit verbundenen Qualitätsprobleme beleuchtet haben, geht es heute um die entscheidende Frage: Was sollten Sie konkret tun?
Plattformen sind nicht das Problem
Lassen Sie uns mit einer wichtigen Klarstellung beginnen.
Freelancer-Vermittlungsplattformen sind grundsätzlich nichts Schlechtes. Für Auftraggeber können sie sogar ein äußerst nützliches Werkzeug sein.
Wer zum ersten Mal eine Entwicklungsleistung beauftragen möchte, weiß oft nicht, wo er anfangen soll. Plattformen nehmen genau diese Unsicherheit. Sie können Portfolios verschiedener Anbieter auf einen Blick vergleichen, Bewertungen lesen und sich ein erstes Bild von den marktüblichen Preisen machen. Hinzu kommen Treuhandsysteme, bei denen die Plattform den Anzahlungsbetrag verwahrt, sowie Schlichtungsstellen für den Fall, dass es zu Streitigkeiten kommt.
In der Orientierungsphase sind Plattformen zweifellos wertvoll.

Doch eines müssen Sie unbedingt wissen
Das eigentliche Problem liegt nicht bei der Plattform selbst, sondern darin, einen Vertrag abzuschließen, ohne die Provisionsstruktur zu kennen.
Freelancer-Plattformen erheben in der Regel 20–25 % Provision auf den Auftragswert. Zahlen Sie als Auftraggeber 5.000 Euro, erhält die Entwicklungsagentur oder der Freelancer tatsächlich nur 3.750 bis 4.000 Euro. Der Rest fließt in den Plattformbetrieb und die Servicegebühren.
Warum ist das so bedeutsam?
Softwareentwicklung ist im Kern das Ergebnis von menschlicher Zeit und Konzentration. Steht weniger Geld für die eigentliche Entwicklung zur Verfügung, stehen auch weniger Zeit und Ressourcen für Ihr Projekt bereit. Auch wenn Sie 5.000 Euro bezahlen: Wenn davon nur 3.750 Euro in die Entwicklung fließen, entsteht unweigerlich eine Lücke zwischen dem, was Sie erwarten, und dem, was am Ende geliefert wird.
Was passiert, wenn man nur dem günstigsten Angebot hinterherläuft
Wenn Sie auf einer Plattform mehrere Angebote einholen, fällt der Blick naturgemäß zuerst auf die niedrigste Zahl. Was hinter diesem niedrigen Preis steckt, bleibt dabei oft unsichtbar.
Ungewöhnlich günstige Angebote haben in der Regel einen von zwei Gründen.
Erstens: Der Anbieter nimmt die Provision in Kauf, um den Auftrag zu gewinnen, und hofft, irgendwie über die Runden zu kommen. Was als Erstes eingespart wird, sind die unsichtbaren, aber wichtigen Tätigkeiten – Tests, Dokumentation, Kommunikation. Die sichtbaren Funktionen mögen umgesetzt sein, doch Probleme zeigen sich spätestens bei Wartung oder späteren Erweiterungen.
Zweitens: Der Anbieter kalkuliert von Anfang an mit Nachforderungen. Im Verlauf des Projekts tauchen dann Sätze auf wie „Das war nicht im ursprünglichen Umfang enthalten" – und schon landen zusätzliche Kostenvoranschläge auf Ihrem Tisch. Am Ende zahlen Sie weit mehr als ursprünglich vereinbart.
In keinem dieser Szenarien profitieren Sie als Auftraggeber.
https://www.exapeaksoft.com/tools/fee-calculatorWorauf Auftraggeber wirklich achten sollten
Um ein gutes Entwicklungsprojekt zu realisieren, gibt es eine zentrale Frage, auf die Sie sich konzentrieren sollten:
„Wie viel meines Budgets fließt tatsächlich in die Entwicklung?"
Nicht der absolute Betrag ist entscheidend, sondern wie das Geld eingesetzt wird. Anbieter über Plattformen zu suchen und zu vergleichen ist sinnvoll. Bevor Sie jedoch einen Vertrag abschließen, sollten Sie folgende Punkte klären:
Ist die Provision im genannten Betrag enthalten oder kommt sie noch obendrauf? — Sie dürfen ruhig fragen, wie viel der Anbieter tatsächlich erhält.
Was ist im Angebot konkret enthalten? — Umfasst es nur die Feature-Implementierung, oder sind Tests, Deployment und Dokumentation ebenfalls inkludiert?
Ist eine direkte Kommunikation außerhalb der Plattform möglich? — Manche Auftraggeber nutzen Plattformen zur Recherche, verhandeln den Vertrag aber anschließend direkt mit dem Anbieter. Auch das kann eine Option sein.

Abschließende Gedanken
Ein erfolgreiches Entwicklungsprojekt entsteht nicht dadurch, dass man den niedrigsten Preis findet.
Es entsteht dadurch, dass man versteht, wie viel des vorhandenen Budgets tatsächlich in die Entwicklung fließt. Plattformen sind ein nützlicher Ausgangspunkt für die Suche – aber nur, wenn man die realen Auswirkungen der Provisionsstruktur kennt und berücksichtigt.
Wer diese Zusammenhänge versteht, stellt bessere Fragen. Und bessere Fragen sind der erste Schritt zum richtigen Partner.
Wenn Sie kurz vor der Vergabe eines Entwicklungsauftrags stehen: Schauen Sie zuerst auf die Struktur, nicht auf die Zahl.
엑사피크소프트솔루션즈 setzt auf transparente Vertragsstrukturen und einen konsequenten Ressourceneinsatz in der Entwicklung. Wir freuen uns jederzeit auf ein unverbindliches Projektgespräch.