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Tech-Blog / Leitfaden

Ein einziges Admin-Konto kann ein unternehmensweites Sicherheitsproblem auslösen

Ein einziges Admin-Konto kann ein unternehmensweites Sicherheitsproblem auslösen

Ein einziges Administratorkonto kann zum unternehmensweiten Sicherheitsvorfall werden

"Unser Unternehmen ist doch zu klein, um ins Visier von Hackern zu geraten, oder?"

Viele denken so. Doch die Realität sieht anders aus. Sicherheitsvorfälle sind kein exklusives Problem von Großkonzernen. Im Gegenteil: Kleine und mittlere Unternehmen mit lückenhaftem Sicherheitsmanagement werden häufig zu leichteren Zielen. Und der Ausgangspunkt ist erschreckend simpel — nämlich ein einziges Administratorkonto.


Warum sind Administratorkonten besonders gefährlich?

Wird ein normales Mitarbeiterkonto kompromittiert, sind nur die Daten dieser einen Person in Gefahr. Bei einem Administratorkonto sieht das ganz anders aus. Damit lassen sich sämtliche Systemdaten einsehen, Benutzerrechte verändern und kritische Einstellungen nach Belieben anpassen. Kurz gesagt: Es ist der Generalschlüssel zum gesamten Unternehmensgebäude. Gelangt dieser Schlüssel in die falschen Hände, ist das gesamte Unternehmen in Gefahr.


"Zusammen ist es doch einfacher" — die Falle gemeinsam genutzter Konten

In kleinen Teams fällt die Entscheidung schnell: "Wir legen einfach ein Administratorkonto an und nutzen es alle gemeinsam." Im ersten Moment klingt das praktisch. Doch genau hier entstehen ernsthafte Probleme.

Wenn jemand versehentlich Daten löscht, lässt sich nicht mehr nachvollziehen, wer es war — denn alle haben dasselbe Konto verwendet. Außerdem steigt mit der Anzahl der Personen, die die Zugangsdaten kennen, die Wahrscheinlichkeit, dass das Passwort per Messenger weitergegeben, in einer Textdatei gespeichert oder sogar auf einem Zettel am Monitor klebt.

Die Unachtsamkeit einer einzigen Person kann so die Sicherheit aller gefährden.


Ehemalige Mitarbeiter — sind ihre Konten vielleicht noch aktiv?

Weit weniger Unternehmen als erwartet deaktivieren Systemkonten sofort, wenn jemand das Unternehmen verlässt. Im hektischen Arbeitsalltag geht das schnell vergessen — oder man denkt: "Würde ein ehemaliger Mitarbeiter wirklich auf unser System zugreifen?"

Doch Vorfälle, bei denen sich ausgeschiedene Mitarbeiter über ihre alten Konten eingeloggt, Kundendaten abgegriffen oder Daten gelöscht haben, ereignen sich weltweit regelmäßig. Selbst wenn die Trennung im Guten erfolgt ist: Konten ausgeschiedener Mitarbeiter müssen unverzüglich gelöscht oder deaktiviert werden.


Berechtigungen sollten nur so weit reichen wie nötig

Eines der grundlegenden Prinzipien der IT-Sicherheit ist das Prinzip der minimalen Rechtevergabe. Konkret bedeutet das:

Berechtigungen entsprechend der jeweiligen Rolle zu vergeben, nennt man Aufgabentrennung. Wird ein Konto kompromittiert, lässt sich der Schaden so auf ein Minimum begrenzen. Allen alles zu erlauben mag bequem erscheinen — aus Sicherheitsperspektive ist es jedoch äußerst riskant.


"Wer hat wann was getan?" — die Macht von Protokollen

Die Aufzeichnung aller Aktivitäten, die ein Administrator im System durchführt, bezeichnet man als Zugriffsprotokoll. Diese Aufzeichnungen sind entscheidend, um bei Problemen die Ursache zu ermitteln.

Wurden beispielsweise Kundendaten nach außen weitergegeben, lässt sich anhand der Protokolle nachvollziehen, „wann welches Konto welche Daten heruntergeladen hat". Ohne Protokolle hingegen ist es nach einem Vorfall oft unmöglich, den Auslöser überhaupt zu identifizieren. Protokolle sind keine bloße Buchführung — sie sind die Blackbox, die Ihr Unternehmen schützt.


Ein Passwort allein reicht nicht — Zwei-Faktor-Authentifizierung und Zugriffsbeschränkungen

Selbst das komplexeste Passwort ist wertlos, sobald es einmal in falsche Hände gerät. Deshalb empfiehlt es sich dringend, für Administratorkonten Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zu aktivieren. Selbst wenn jemand das Passwort kennt, kann er sich ohne den zusätzlichen Bestätigungscode, der ans Mobilgerät gesendet wird, nicht einloggen.

Darüber hinaus ist es eine wirkungsvolle Maßnahme, den Zugriff auf Administratorkonten auf das interne Unternehmensnetzwerk zu beschränken — über eine IP-Zugriffsbeschränkung. So kann selbst bei korrektem Passwort ein externer Zugriff vollständig blockiert werden.


Sicherheit muss von Anfang an mitgedacht werden

"Erst bauen wir das System, die Sicherheit fügen wir später hinzu — oder?"

Genau diese Denkweise ist am gefährlichsten. Wer beim ersten Systementwurf keine durchdachte Berechtigungsstruktur anlegt, zahlt später ein Vielfaches an Zeit und Kosten, um das nachzuholen. Schlimmer noch: Da weitere Funktionen auf der fehlerhaften Grundstruktur aufgebaut wurden, wird eine saubere Korrektur nahezu unmöglich.

Bereits bei der Systementwicklung zu klären, wer auf welche Funktionen zugreifen darf und wie administrative Vorgänge protokolliert werden, ist sowohl sicherer als auch wirtschaftlich deutlich sinnvoller.


Überprüfen Sie jetzt sofort

Sicherheit muss keine große Sache sein. Überprüfen Sie noch heute diese drei Punkte:

  1. Gibt es gemeinsam genutzte Administratorkonten? → Richten Sie individuelle Konten für jede Person ein.

  2. Sind Konten ausgeschiedener Mitarbeiter noch aktiv? → Deaktivieren Sie diese sofort.

  3. Ist für Administratorkonten eine Zwei-Faktor-Authentifizierung eingerichtet? → Falls nicht, erledigen Sie das noch heute.

Eine kleine Überprüfung kann das Sicherheitsniveau Ihres gesamten Unternehmens erheblich verbessern. ExaPeak Software Solutions denkt Berechtigungsstruktur und Sicherheit bereits in der Entwicklungsphase mit. Wenn Sie Fragen zur Sicherheit Ihres Systems haben, sprechen Sie uns jederzeit gerne an.

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